Geschichtlicher Wanderweg

1. Sankt Marien-Kirche

2. Das ehemalige Gut

3. Rathaus

4. Ackerhof Wigmann

5. Das älteste Haus

6. Steinofenfund am Triftweg

7. Die Feuerwehr

8. Villa Gaus

9. Müllers Bauernhof

10. Die kleine Schule

11. Isenbütteler Hof

12. Süpke´s Saalbau

13. Ehemalige Molkerei

14. Bauernhof Eggeling

15. Fachwerkhaus Herrmann

16. Friedhof

17. Ehemalige Badeanstalt

18. Schützenplatz

19. Fachwerkidyll an der Tweete

20. Ehemalige Schmiede

21. Mausoleum

Historische Daten des Ortes Isenbüttel

Die Entstehung der „-büttel-Dörfer“ ist im 7.- 8. Jahrhundert anzusetzen. „–büttel“ bedeutet Haus oder Besitz. Der Name des Mannes, der in Isenbüttel zuerst wohnte, hieß Iso. Daraus entstand später Isenbüttel.

  • Frühester Beleg einer Besiedlung: Steinofen aus der jüngeren vorrömischen Eisenzeit (480-30 v. Chr.) im Juli 1979 am Triftweg beim Aushub einer Baugrube entdeckt.
  • 1196 erste urkundliche Erwähnung Isenbüttels im Güterverzeichnis des Braunschweiger St. Cyriakus-Stiftes - Mittels Siegelforschung von Bernd Schneidmüller 1985 zuverlässig datiert.
  • Fund der Goldenen Kette von Isenbüttel aus dem 7. Jahrhundert (Merowinger-Zeit) - 1922 beim Stubbenroden im Dünensand in der Nähe der Räuberbrücke über die Gravenhorster Riede entdeckt - seit 1964 im Besitz des Landesmuseums in Hannover - Niedersächsisches Kulturerbe.
  • Im 12. Jahrhundert bilden sich die Bauernklassen nach folgender Rangordnung heraus:
    1. Ackerleute (älteste Bauernklasse): Spannviehhaltung , Besitz des meisten und besten Landes in der Kernflur
    2. Kötner oder Kotsassen: Kein Spannvieh, weniger Land
    3. Brinksitzer oder Beibauern: Ab ca. 1600, noch weniger Land am Ortsrand oder in Freiflächen
    4. Anbauer: Etwa ab 1750, ähnliche Rechte und Pflichten wie Brinksitzer. 

      Die oberen 4 Klassen durften die Flächen der „Gemeinheit“ (auch Allmende genannt) zur Viehweide, Holz- und Sand-Entnahme usw. nutzen. Sie mussten Naturalzins an den Grundherren abführen.

    5. Abbauer: Etwa ab 1850. Die Häuser standen auf privatem Grund. Sie hatten keine Rechte an der Allmende.
  • Seit 1293 ist das Adelsgeschlecht der Freiherren derer von Campe in Isenbüttel bezeugt.
  • 1540-1550 Bau der Vorgängerkirche aus verputzten Feldsteinen
  • 1639 Errichtung des Renaissance-Herrenhaus derer von Campe - 1689 umfangreich renoviert
  • 1825 Bau des Küsterhauses mit großem Schulraum - Beginn der Schulchronik
  • 1860 Bau der Holländer-Windmühle am Gravenhorster Weg - 1936 abgebrannt
  • 1866 Bau des 2. Schulgebäudes im Pfarrgarten, die sog. „Kleine Schule“
  • 1872 Grundsteinlegung der aktuellen Kirche - Das Vorbild war die Christuskirche in Hannover. -Neugotischer Baustil - Der Architekt war Conrad Wilhelm Haase.
  • 1872 Grundsteinlegung des Bahnhofes Isenbüttel-Gifhorn
  • 1874-1875 Bau des Mausoleums derer von Campe am Mausoleumsweg
  • 1905 Gründung der Feuerwehr - 1907 Anschaffung der ersten Feuerwehrspritze
  • 1912 Errichtung des Bahnhofes Isenbüttel-Dorf - liebevoll der „kleine Bahnhof“ genannt
  • 1955 Bau des 1. Bauabschnittes der neuen Schule an der Schulstraße
  • 1972 Abriss des einzigartigen Renaissance-Herrenhauses des Gutshofes derer von Campe
  • 1987 Fertigstellung des neuen Rathauses auf dem Grund des Rittergutes der Freiherren derer von Campe