Gemeinde Isenbüttel

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Diskussion um Krippen- und Kindergartenplätze in Isenbüttel

In den letzten Wochen hat es eine heftige Diskussion um den Verein „Gänseblümchen e.V“ gegeben, der in Isenbüttel ein Gebäude errichten wollte, in dem ein Familienzentrum mit Krippen- und Kindergartenplätzen entstehen sollten.

Nun ist zweifelsohne der Betrieb von Krippen und Kindertagesstätten Sache der Samtgemeinde Isenbüttel, nicht der Gemeinde. Warum bringt sich hier die Gemeinde Isenbüttel ein?

 

„Gänseblümchen e.V.“ ist bereits vor einiger Zeit an die Gemeinde herangetreten. Die Einrichtung befindet sich zurzeit in Gifhorn und betreut auch Isenbütteler Kinder. Da der Mietvertrag in Gifhorn abläuft, musste ein alternativer Platz gesucht werden. Den ursprünglichen Wunsch der Einrichtung, von der Gemeinde einen Bauplatz im Gewerbegebiet zu kaufen, hat die Gemeinde Isenbüttel abgelehnt. Sie hat die Einrichtung jedoch bei der Suche nach einem weiteren Bauplatz unterstützt. Dabei hat sich eine gute Möglichkeit auf dem Gebiet der alten Gärtnerei ergeben. Die Gemeinde hat sehr schnell einen entsprechenden Bebauungsplan verabschiedet, so dass das Bauprojekt sehr schnell hätte in Angriff genommen werden können.

Dann allerdings hat es die Samtgemeinde Isenbüttel zusammen mit dem Landkreis Gifhorn abgelehnt, einen Bedarf für die geplanten Betreuungsplätze zu definieren. Die Samtgemeinde hat ihre Position weitgehend mit den folgenden Argumenten begründet:

  • Die bestehenden Einrichtungen hätten genügend Aufnahmekapazität.
  • Der demografische Wandel wäre mit zurück gehenden Kinderzahlen verbunden, sodass auch der Betreuungsbedarf geringer würde.
  • Auch das Betreuungsgeld würde zu weniger Bedarf führen.
  • VW würde in der nächsten Zeit werksnahe Betreuungsplätze für Kinder von Werksangehörigen finanzieren und damit auch den Bedarf in den örtlichen Einrichtungen reduzieren.

Die Gemeinde Isenbüttel hat ein klares Interesse an sehr guten Rahmenbedingungen für Familien und hat dies in einer Resolution an die Samtgemeinde Isenbüttel und den Landkreis Gifhorn zum Ausdruck gebracht. Dabei hat die Gemeinde auch auf die im Sozialgesetzbuch VIII gesetzlich geforderte Trägervielfalt hingewiesen.

Die Samtgemeindefraktion der Grünen hatte zur Behandlung im Jugend- und Sozialausschuss und im Samtgemeinderat die Aufnahme von 2 Krippengruppen und 2 Kindergartengruppen in die Bedarfsplanung gefordert. Hintergrund dieser Forderung ist die Tatsache, dass der vom Samtgemeinderat im Jahre 2012 beschlossene Grundsatz, dass weitere Träger in der Samtgemeinde nur für die Isenbütteler Kinder einen Pauschalbetrag erhalten. Dieser Betrag ist deutlich geringer als die finanzielle Unterstützung der etablierten Träger. Denn die Kindertagesstätten, die von der Kirchengemeinde oder vom DRK betrieben werden, erhalten einen kompletten Defizitausgleich. Als während der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses deutlich wurde, dass die Verwaltung Probleme damit hat, auf einen langen Zeitraum 80 zusätzliche Betreuungsplätze zu verantworten, haben die Antragsteller noch einen Kompromissvorschlag gemacht: Aufnahme je einer Krippen- und Kindergartengruppe in den Bedarfsplan. Aber auch dieser Vorschlag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Irritierend war es für die bei der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses anwesenden Eltern, dass in der gleichen Sitzung ein Beschluss für eine weitere Kita-Gruppe in der Außenstelle der DRK-Kita in der Schule gefasst wurde. In dieser „early bird – Gruppe“ soll eine Gruppe von Dreijährigen als bilinguale Gruppe zusammengefasst werden, die drei Jahre lang zusammenbleiben und danach nach Möglichkeit geschlossen in eine Schulklasse gehen soll.

Wie geht es weiter?

Für Gänseblümchen besteht natürlich ein großer Zeitdruck und auch Existenzangst. In der nächsten Sitzung des Samtgemeinderates soll das Thema noch einmal erörtert und ein endgültiger Beschluss gefasst werden.

Die Gemeinde Isenbüttel wird alles in ihrer Macht Stehende zur Unterstützung der Einrichtung anbieten. In einer Zeit, in der überall von fehlenden Betreuungsplätzen und fehlendem Fachpersonal die Rede ist, sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen, eine Einrichtung, die sowohl Plätze als auch Fachpersonal mitbringt, an Isenbüttel zu binden.

Autor: Klaus Rautenbach

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